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Perücke bei privater Krankenversicherung – Was PKV und Beihilfe zahlen

Das Wichtigste vorab: Als Privatpatient erhalten Sie bei Wellkamm Düsseldorf eine vollständige Beratung und Versorgung – allerdings müssen Sie die Rechnung zunächst selbst bezahlen und anschließend bei Ihrer PKV oder Beihilfestelle einreichen. Eine direkte Kassenabrechnung wie bei gesetzlich Versicherten ist bei Privatpatienten nicht möglich, weil private Krankenversicherungen keine Direktverträge mit Zweithaarstudios abschließen. Wie hoch Ihre Erstattung ausfällt, hängt entscheidend von Ihrem Tarif ab – manche PKV-Tarife übernehmen bis zu 2.500 Euro, andere nur 500 Euro oder gar nichts. Damit Sie wissen, wo Sie stehen, erkläre ich Ihnen in diesem Ratgeber das gesamte System.

Wer ist privatversichert – und wer hat Beihilfeanspruch?

Nicht alle Privatpatienten sind gleich. Deshalb lohnt sich zunächst ein Blick darauf, welche Personengruppen überhaupt privat versichert sind – und welche davon zusätzlich Beihilfe erhalten.

Selbstständige und Angestellte mit PKV-Vollversicherung

Selbstständige, Freiberufler und Angestellte mit einem Jahresbruttoeinkommen über der Versicherungspflichtgrenze (2026: 77.400 Euro) können sich freiwillig privat versichern. Sie schließen eine Vollversicherung ab, die 100 Prozent ihrer Krankheitskosten abdecken soll – zumindest im Rahmen der vereinbarten Tarife. Ob und wie viel eine PKV für eine Perücke zahlt, steht ausschließlich im Versicherungsvertrag. Einen gesetzlich festgelegten Erstattungsbetrag wie bei der GKV gibt es in der PKV nicht. Das ist der entscheidende Unterschied, den ich meinen Privatpatientinnen im Beratungsgespräch immer zuerst erkläre.

Beamte, Richter und Soldaten mit Beihilfe

Beamtinnen und Beamte – ebenso Richterinnen, Richter und Soldatinnen und Soldaten – erhalten vom Dienstherrn eine sogenannte Beihilfe. Diese deckt in der Regel 50 Prozent ihrer Krankheitskosten ab, bei Beamten mit zwei oder mehr Kindern steigt der Satz auf 70 Prozent. Ehepartner ohne eigenes Einkommen erhalten 70 Prozent, Kinder sogar 80 Prozent Beihilfe. Den verbleibenden Restbetrag sichern sie über eine beihilfekonforme private Krankenversicherung ab. Da es in Deutschland 17 verschiedene Beihilfeverordnungen gibt – eine für den Bund, eine für jedes Bundesland – weichen die konkreten Leistungen je nach Dienstherr voneinander ab. In Nordrhein-Westfalen beispielsweise sind Perücken bis zu einem Höchstbetrag von 800 Euro beihilfefähig, sofern ein krankheitsbedingter entstellender Haarausfall vorliegt.

Familienversicherte und Beihilfeberechtigte Angehörige

Wer als Ehepartner oder Kind eines Beamten beihilfeberechtigt ist, aber keine eigene PKV hat, fällt ebenfalls in dieses System. Kinder von Beamten erhalten häufig besonders gute Konditionen – die Beihilfe übernimmt 80 Prozent der Kosten. Das erlebe ich immer wieder in meiner Beratung: Eltern kommen mit ihrer erkrankten Tochter zu mir und sind überrascht, wie gut die kombinierte Abdeckung aus Beihilfe und PKV bei Kindern tatsächlich funktioniert.


Wie funktioniert die Erstattung – PKV und Beihilfe im Zusammenspiel

Das Prinzip ist einfach zu erklären: Bei Privatpatienten erfolgt die Kostenübernahme grundsätzlich als Kostenerstattung – also nicht als Direktabrechnung, sondern als Rückerstattung nach Vorlage der Rechnung. Das bedeutet konkret: Sie bezahlen die Perücke zunächst selbst bei mir im Studio, erhalten eine ordnungsgemäße Rechnung und reichen diese dann bei Ihrer PKV und gegebenenfalls bei der Beihilfestelle ein.

Der Ablauf für PKV-Versicherte ohne Beihilfe

Zuerst benötigen Sie ein ärztliches Rezept – genau wie gesetzlich Versicherte. Der behandelnde Arzt oder die Onkologin stellt eine Verordnung aus, auf der die Diagnose und die medizinische Notwendigkeit dokumentiert sind. Anschließend kommen Sie zu mir ins Studio, wählen eine passende Perücke und ich stelle Ihnen eine detaillierte Rechnung aus. Diese Rechnung reichen Sie dann bei Ihrer PKV ein. Die meisten Versicherungen bearbeiten solche Anträge innerhalb von zwei bis vier Wochen. Falls Ihre PKV vorab einen Kostenvoranschlag wünscht – was bei manchen Tarifen vorgesehen ist – erstelle ich diesen selbstverständlich gerne für Sie.

Der Ablauf für Beamte mit Beihilfe und PKV

Bei Beamtinnen und Beamten läuft der Prozess über zwei Stellen gleichzeitig. Sie reichen die Rechnung sowohl bei der Beihilfestelle Ihres Dienstherrn als auch bei Ihrer privaten Krankenversicherung ein. Beihilfe und PKV erstatten dann jeweils ihren Anteil. Ein Beispiel aus meiner Praxis: Eine Beamtin aus Düsseldorf, Lehrerin im Staatsdienst, kam wegen einer Alopecia areata zu mir. Ihre Beihilfe übernahm 50 Prozent der Kosten bis zum Höchstbetrag ihrer Landesbeihilfeverordnung, ihre PKV den restlichen Anteil. Am Ende blieb ihr nur ein kleiner Eigenanteil. Die genaue Rechnung hängt dabei immer von den jeweiligen Verordnungen und Tarifen ab – deshalb empfehle ich, vor dem Kauf kurz bei der Beihilfestelle nachzufragen, was konkret erstattungsfähig ist.

Ist die Perücke in Ihrer PKV tatsächlich abgedeckt? Die Tarifabhängigkeit

Hier liegt der größte Unterschied zur gesetzlichen Krankenversicherung: Die GKV hat gesetzlich festgelegte Festbeträge – Stand Februar 2026 zahlen die Ersatzkassen beispielsweise 440,37 Euro bei Chemotherapie. In der PKV dagegen gibt es keinen einheitlichen Hilfsmittelkatalog. Was erstattet wird, steht ausschließlich im individuellen Versicherungsvertrag.

Offener versus geschlossener Hilfsmittelkatalog

Manche PKV-Tarife arbeiten mit einem offenen Hilfsmittelkatalog. Das bedeutet: Alle medizinisch notwendigen Hilfsmittel werden erstattet, auch wenn sie nicht einzeln aufgezählt sind. Perücken bei medizinisch bedingtem Haarausfall fallen dann in der Regel darunter, weil sie als medizinisch notwendig gelten. Andere Tarife haben einen geschlossenen oder eingeschränkten Katalog, in dem nur explizit genannte Hilfsmittel erstattet werden. Taucht die Perücke dort nicht auf oder steht unter einem anderen Begriff wie „Haarersatz“ oder „Epithetik“, kann es zu Diskussionen mit der Versicherung kommen. Meine Erfahrung: In über 30 Jahren habe ich erlebt, dass gut dokumentierte Anträge mit vollständiger ärztlicher Begründung fast immer anerkannt werden – selbst bei zunächst ablehnenden Bescheiden.

Drei Voraussetzungen für die Erstattung

Damit Ihre PKV die Kosten für eine Perücke übernimmt, müssen in der Regel drei Bedingungen erfüllt sein. Erstens muss das Hilfsmittel medizinisch notwendig sein – eine Perücke als modisches Accessoire wird nicht erstattet, eine Perücke bei chemotherapiebedingtem Haarausfall dagegen schon. Zweitens muss die Erstattung in Ihrem Tarif vorgesehen sein, entweder explizit oder über eine offene Formulierung. Drittens darf kein anderer Leistungsträger vorrangig zuständig sein – was bei Perücken im Krankheitsfall in der Praxis selten ein Problem ist.

Was konkrete Tarife zahlen können

Ganz ehrlich: Verlässliche Pauschalbeträge kann ich für die PKV nicht nennen, weil diese wirklich von Tarif zu Tarif stark abweichen. Aus meiner Beratungserfahrung weiß ich, dass die Spanne enorm ist. Manche Tarife erstatten 500 Euro, andere 1.500 Euro, vereinzelt habe ich auch Erstattungen von bis zu 2.500 Euro erlebt. Was ich jedem Privatpatienten empfehle: Schauen Sie in Ihre Tarifunterlagen unter den Begriffen „Hilfsmittel“, „Haarersatz“ oder „Epithesen“. Falls dort nichts Konkretes steht, rufen Sie Ihre Versicherung an und fragen Sie konkret nach Perücken bei medizinisch bedingtem Haarausfall. Das kostet zehn Minuten und spart unter Umständen böse Überraschungen.

Was die Beihilfe für Perücken zahlt – NRW und Bund

Bei Beamtinnen und Beamten ist die Situation klarer als bei reinen PKV-Versicherten, weil die Beihilfeverordnungen konkrete Höchstbeträge und Bedingungen festlegen. Allerdings gilt: Es gibt 17 verschiedene Verordnungen in Deutschland, und die Beträge weichen teilweise erheblich voneinander ab.

NRW: Beihilfeverordnung mit 800 Euro Höchstbetrag

Da ich in Düsseldorf tätig bin und viele meiner Kundinnen Beamtinnen des Landes NRW sind, kenne ich die nordrhein-westfälische Beihilfeverordnung gut. Dort sind Perücken bis zu 800 Euro beihilfefähig, wenn ein krankhafter entstellender Haarausfall vorliegt – also bei Alopecia areata, totalem Haarausfall oder Haarausfall durch Chemotherapie. Eine Zweitperücke wird erstattet, wenn die Tragedauer laut ärztlichem Attest die zwölf Monate überschreitet. Die Ersatzbeschaffung ist frühestens nach zwölf Monaten möglich, bei gleichzeitiger Nutzung zweier Perücken nach 24 Monaten. Bei Kindern, deren Kopfform sich verändert hat, gelten kürzere Fristen.

Was „entstellender Haarausfall“ bedeutet

Der Begriff „entstellend“ klingt hart, ist aber in der Rechtspraxis klar definiert. Frauenhaarausfall durch Chemotherapie oder Alopecia areata gilt grundsätzlich als entstellend, weil vollständiger Haarverlust bei Frauen gesellschaftlich als deutlich auffälliger wahrgenommen wird als bei Männern. Das Bundesverwaltungsgericht hat 2002 zudem entschieden, dass Männer bei entsprechendem Haarausfall nicht schlechter gestellt werden dürfen als Frauen – auch sie haben also Anspruch auf Beihilfe für Haarersatz, wenn ein krankhafter Befund vorliegt. Eine normale altersbedingte Glatze reicht dagegen nicht aus.

Bundesbeihilfeverordnung: Grundprinzip und Ergänzungstarife

Die Bundesbeihilfeverordnung (BBhV) gilt für Bundesbeamte und listet Perücken in ihrer Anlage als beihilfefähige Hilfsmittel auf. Auch hier gilt: Die Kosten müssen ärztlich verordnet und medizinisch notwendig sein. Der konkrete Höchstbetrag nach BBhV variiert, deshalb lohnt eine direkte Anfrage bei der zuständigen Beihilfestelle. Ergänzt wird die Beihilfe durch die beihilfekonforme PKV, die die verbleibenden Kosten übernimmt. Wer besonders hohe Perückenkosten hat – etwa bei einer hochwertigen Echthaarperücke – kann prüfen, ob ein Beihilfeergänzungstarif sinnvoll ist, der Lücken zwischen Beihilfehöchstbetrag und tatsächlichem Kaufpreis schließt.

Vorkasse bei Wellkamm – so läuft es in der Praxis ab

Mal ganz konkret: Wenn Sie als Privatpatientin zu mir in die Beratung kommen, ändert sich die Qualität der Versorgung nicht im Vergleich zu gesetzlich Versicherten. Die Beratung dauert genauso 60 bis 90 Minuten, Sie haben Zugang zur gleichen Auswahl an Echthaar- und Kunsthaarperücken, und ich nehme mir die gleiche Zeit für Sie. Der einzige Unterschied liegt in der Abrechnung.

Warum keine Direktabrechnung möglich ist

Gesetzliche Krankenkassen schließen Versorgungsverträge mit präqualifizierten Zweithaarstudios ab – deshalb kann ich als Vertragspartner der GKV direkt abrechnen und Sie zahlen nur die gesetzliche Zuzahlung von 10 Euro. Private Krankenversicherungen funktionieren nach dem Kostenerstattungsprinzip: Der Versicherte zahlt selbst und bekommt die Kosten später erstattet. Direktverträge zwischen PKV und Zweithaarstudios existieren nicht – das ist kein Manko von Wellkamm, sondern systembedingt für die gesamte Branche.

Was ich für Sie vorbereite

Damit Ihre Erstattung so reibungslos wie möglich läuft, stelle ich Ihnen nach der Versorgung eine vollständige, detaillierte Rechnung aus. Diese enthält alle Angaben, die Ihre PKV oder Beihilfestelle benötigt: Bezeichnung des Hilfsmittels, Materialbeschreibung, Preis und meine Betriebsangaben als präqualifiziertes Zweithaarstudio. Falls Ihre Versicherung vorab einen Kostenvoranschlag verlangt – was besonders bei höherwertigen Echthaarperücken gelegentlich vorkommt – erstelle ich diesen selbstverständlich, bevor wir mit der Versorgung beginnen. Viele meiner Privatpatientinnen senden mir das Rezept vorab per WhatsApp an 0176 10090640, damit ich alles vorbereiten kann.

Wie lange dauert die Erstattung?

Bei Beihilfestellen erlebe ich in der Praxis Bearbeitungszeiten von zwei bis sechs Wochen, je nach Bundesland und Auslastung der Behörde. Private Krankenversicherungen sind oft schneller – viele erstatten innerhalb von zwei bis vier Wochen. Wenn Sie die Rechnung zeitnah nach Erhalt einreichen, erhalten Sie Ihr Geld in der Regel, bevor die nächste Kreditkartenabrechnung fällig wird. Bei größeren Summen empfehle ich, den Erstattungsantrag sofort nach dem Kauf zu stellen.

Ein Praxisbeispiel: So rechnet sich eine Echthaarperücke für eine Beamtin

Ich zeige Ihnen das an einem realen Beispiel aus meiner Beratung – natürlich anonymisiert. Vor einigen Wochen kam eine Gymnasiallehrerin aus Düsseldorf zu mir, die wegen einer Alopezia areata totalis ihre Haare vollständig verloren hatte. Sie war Landesbeamtin in NRW mit einem Beihilfesatz von 50 Prozent und einer ergänzenden PKV, die 50 Prozent der beihilfefähigen Kosten übernahm. Sie wünschte sich eine hochwertige Echthaarperücke für 1.400 Euro. Die Beihilfe NRW übernahm 50 Prozent des Höchstbetrags von 800 Euro, also 400 Euro. Ihre PKV übernahm weitere 50 Prozent – noch einmal 400 Euro. Ihr Eigenanteil betrug damit 600 Euro für eine Echthaarperücke, die sie täglich tragen konnte und die ihrem Naturhaar täuschend ähnlich sah. Als sie sich nach der Anpassung im Spiegel betrachtete, waren es Freudentränen – und das macht diese Arbeit für mich nach wie vor besonders.

Was ich nach 30 Jahren sagen kann: Die Kombination aus Beihilfe und PKV deckt gerade bei höherwertigen Echthaarperücken oft mehr ab, als Kundinnen zunächst erwarten. Lassen Sie sich nicht von der Komplexität des Systems abschrecken.

Häufige Fragen zur PKV-Erstattung bei Perücken

Tipps für einen erfolgreichen Erstattungsantrag

Damit Ihr Antrag bei der PKV oder Beihilfestelle möglichst problemlos bearbeitet wird, empfehle ich aus meiner Erfahrung folgende Vorgehensweise. Reichen Sie immer das Original-Rezept zusammen mit der Rechnung ein – Kopien werden manchmal nicht akzeptiert. Beschreiben Sie in einem kurzen Begleitschreiben die medizinische Situation kurz und sachlich: Diagnose, behandelnder Arzt, Art des Haarausfalls. Falls Ihre PKV einen Kostenvoranschlag vorab verlangt, holen Sie diesen vor dem Kauf ein – ich helfe dabei gerne. Bei einer Ablehnung haben Sie in der Regel das Recht auf Widerspruch, und ein ergänzendes ärztliches Schreiben zur medizinischen Notwendigkeit kann dann entscheidend sein.

Häufige Fragen (FAQ)

Muss ich als Privatpatientin bei Wellkamm wirklich in Vorkasse gehen?

Ja, das ist systembedingt bei allen privaten Krankenversicherungen so. Private Versicherungen erstatten Kosten im Nachhinein nach Vorlage der Rechnung – eine Direktabrechnung wie bei gesetzlichen Krankenkassen gibt es in der PKV-Welt für Zweithaarstudios nicht. Das gilt nicht nur für Wellkamm, sondern für alle Perückenanbieter in Deutschland. Ich stelle Ihnen eine vollständige, erstattungsfähige Rechnung aus, damit Sie das Geld schnell zurückbekommen.

Zahlt meine PKV eine Perücke bei Chemotherapie auf jeden Fall?

Nicht automatisch. Es hängt von Ihrem Tarif ab, ob Haarersatz im Hilfsmittelkatalog aufgeführt ist. Prüfen Sie Ihre Vertragsunterlagen unter „Hilfsmittel“ oder fragen Sie direkt bei Ihrer PKV nach. Wenn eine medizinische Verordnung und eine eindeutige Diagnose vorliegen, sind die Chancen auf Erstattung sehr gut – aber eine Garantie kann ich ohne Kenntnis Ihres Tarifs nicht geben.

Wie hoch ist der Beihilfe-Höchstbetrag für Perücken in NRW?

Die Beihilfeverordnung NRW legt einen Höchstbetrag von 800 Euro pro Perücke fest, sofern ein krankhafter entstellender Haarausfall vorliegt. Beamte mit 50 Prozent Beihilfesatz erhalten also bis zu 400 Euro von der Beihilfestelle. Den restlichen Anteil übernimmt in der Regel die ergänzende PKV.

Wie oft zahlt die Beihilfe in NRW eine neue Perücke?

Nach der Beihilfeverordnung NRW ist eine Ersatzbeschaffung frühestens nach 12 Monaten möglich. Wer gleichzeitig zwei Perücken nutzt, kann die zweite nach 24 Monaten ersetzen lassen. Bei Kindern, deren Kopfform sich verändert hat, gelten flexiblere Regelungen. Ein ärztliches Attest zur Tragedauer ist dabei in der Regel erforderlich.

Kann ich mir den Kostenvoranschlag für die PKV von Wellkamm erstellen lassen?

Ja, selbstverständlich. Wenn Ihre PKV vor der Versorgung einen Kostenvoranschlag verlangt, erstelle ich diesen für Sie kostenlos und in der Form, die Ihre Versicherung benötigt. Schicken Sie mir vorab einfach Ihr Rezept per WhatsApp an 0176 10090640 – dann kann ich alles vorbereiten.

Zahlt die Beihilfe auch für männliche Beamte eine Perücke?

Ja. Das Bundesverwaltungsgericht hat bereits 2002 entschieden, dass Männer und Frauen bei Beihilfeleistungen für Haarersatz gleichbehandelt werden müssen. Voraussetzung ist auch bei Männern ein krankhafter Haarausfall – eine normale altersbedingte Glatze reicht nicht aus. Bei diagnostizierter Alopecia areata oder totalem Haarausfall durch Chemotherapie haben auch männliche Beamte Beihilfeanspruch.

Was brauche ich für die Einreichung bei der Beihilfestelle?

Für die Beihilfestelle benötigen Sie in der Regel das Original-Rezept des Arztes, meine Rechnung von Wellkamm mit allen vorgeschriebenen Pflichtangaben sowie das ausgefüllte Beihilfe-Antragsformular Ihres Dienstherrn. Bei manchen Stellen ist zusätzlich ein kurzes Begleitschreiben zur medizinischen Notwendigkeit hilfreich. Ich stelle Ihnen alle Unterlagen vollständig aus, damit die Einreichung reibungslos verläuft.

Welche Diagnosen berechtigen zur Beihilfe für Perücken?

Die Beihilfeverordnungen erkennen in der Regel folgende Diagnosen als beihilfefähig an: Haarausfall durch Chemotherapie, Alopecia areata (kreisrunder Haarausfall), Alopecia totalis (vollständiger Haarausfall) sowie erhebliche Verunstaltungen durch Schädelverletzungen oder Erkrankungen. Die genauen Formulierungen weichen zwischen den Bundesländern leicht ab – im Zweifelsfall hilft ein kurzer Anruf bei der zuständigen Beihilfestelle.

Kann ich die Perücke steuerlich absetzen, wenn die PKV nicht alles erstattet?

Das ist möglich. Nicht erstattete Kosten für Hilfsmittel, die medizinisch notwendig sind, können unter Umständen als außergewöhnliche Belastung in der Steuererklärung geltend gemacht werden. Dafür benötigen Sie die ärztliche Verordnung und meine Rechnung als Belege. Da steuerrechtliche Fragen sehr individuell sind, empfehle ich die Rücksprache mit Ihrem Steuerberater.

Gibt es einen Unterschied bei der Beihilfe zwischen Kunst- und Echthaar?

Die meisten Beihilfeverordnungen – darunter auch die NRW-Verordnung – nennen keinen Unterschied zwischen Kunsthaar und Echthaar. Maßgeblich ist der Höchstbetrag der jeweiligen Verordnung, nicht das Material. Bei einer Kunsthaarperücke für 350 Euro erhalten Sie daher unter Umständen die kompletten Kosten abzüglich des Eigenanteils erstattet. Bei einer Echthaarperücke für 1.400 Euro wird der Höchstbetrag erreicht, und Sie tragen den Differenzbetrag selbst.

Wenn Sie Privatpatientin sind und sich fragen, welche Perücke zu Ihnen passen könnte, lade ich Sie herzlich zu einem Beratungsgespräch in meinem Studio in Düsseldorf ein. Hier finden Sie alles zur Terminvereinbarung und zum Ablauf Ihres Besuchs bei Wellkamm.

Falls Sie wissen möchten, was gesetzliche Krankenkassen für Perücken zahlen und wie die Direktabrechnung funktioniert, lesen Sie meinen ausführlichen Ratgeber auf Perücken Düsseldorf – Wellkamm. Alles zum Thema Perücke auf Rezept erkläre ich unter Perücke auf Rezept.

Einen direkten Vergleich der aktuellen Kassensätze für gesetzlich Versicherte finden Sie im Artikel Was zahlt die Krankenkasse zur Perücke? und noch detaillierter unter Wie viel zahlt meine Krankenkasse zur Perücke?

Wenn Sie sich nach einer Krebsbehandlung eine Perücke anschaffen möchten, lesen Sie auch unseren Ratgeber Perücke nach Chemotherapie sowie unsere speziellen Informationen zu Haarausfall durch Chemotherapie.

Aktualisiert am 22.02.2026

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