Natürliches Vitamin C kann unterstützend zur Heilung beitragen

Dass natürliches Vitamin C in Zitronen enthalten ist und bei Erkältungen hilft, weiß man vielleicht gerade noch. Schließlich haben wir das von unseren Müttern gelernt. Doch heute können auch die Mütter noch etwas dazulernen, denn Vitamin C ist ein Multitalent. Bei der richtigen Dosierung und Anwendung kann viel Leid erspart werden. Es hilft beim Abnehmen und gegen Krebs, es verbessert die Gefäßfunktionen, es schützt das Herz und die Augen vor grauem Star. Auch die Antibabypille wird dank der Vitamine C und E besser vertragen. Wer jetzt jedoch denkt „Super, da esse ich doch einfach ein paar Zitronen mehr oder nehme ein paar Brausetabletten zusätzlich“, der sei gewarnt. Es reicht nicht aus. Daher lohnt es sich, das Thema ausführlicher zu beleuchten. Nutzen wir die Vorteile von Vitamin C ohne Schaden nehmen. Wissen macht klug!

Vorab sei noch gesagt, Vitamin C ist nicht gleich Vitamin C. Man sollte grundsätzlich unterscheiden zwischen synthetisches und natürliches Vitamin C.

Natürliches Vitamin C im menschlichen Körper

Natürliches Vitamin C kann unterstützend zur Heilung beitragen
Natürliches Vitamin C kann unterstützend zur Heilung beitragen

1. Vitamin C optimiert die Aufnahme von Calcium und Eisen. Unser Körper lagert Eisenvorräte in der Milz und in den Darmwänden. Vitamin C sorgt dafür, dass dieses Eisen nun wieder in die Blutbahn gebracht und dort zum Transport von Sauerstoff. Es kann zur Stärkung des Immunsystems genutzt werden. Auch das für unsere Knochen und Muskeln, aber auch für die Blutgerinnung, den Herzrhythmus und andere Stoffwechselvorgänge so wichtige Calcium wird dank Vitamin C besser aufgenommen. Werden diese Mineralstoffe bzw. Spurenelemente isoliert konsumiert, bleibt ihre Funktion im menschlichen Körper eingeschränkt.

2. Vitamin C reguliert die Ausschüttung der Hormone. Hormone steuern in unserem Körper nahezu sämtliche Vorgänge. Unser Stoffwechsel, der eigentlich aus vielen verschiedenen Stoffwechseln besteht, funktioniert aufgrund der Ausschüttung von Schilddrüsenhormonen, Stresshormonen, Wachstumshormonen und Sexualhormonen. Mittels Vitamin C werden diese Vorgänge optimiert bzw. reguliert.

3. Vitamin C entgiftet unseren Körper. Da es die Leberenzyme aktiviert, die bekanntlich für den Abbau von Giftstoffen verantwortlich sind, können Gifte wie Formaldehyd, Acetaldehyd, Cyanide, Nitrosamine und Nikotin eliminiert werden. Dies ist aber kein Freifahrtschein für Raucher.

4. Vitamin C hilft gegen freie Radikale im Blut und ist somit ein wichtiges Antioxydationsmittel. In Verbindung mit der Atmung entstehen schädliche Stoffe in Blut, Gehirn, Körperzellen und direkt im Zellkern. Vitamin C fängt sie ab, macht sie unschädlich und kann so für ein längeres Leben sorgen.

5. Vitamin C schützt die Blutgefäße, da es das Blut dünnflüssig hält und den Blutfluss reguliert. Es wirkt somit nachweislich vorbeugend bei Bluthochdruck, Angina pectoris, Herzinfarkt, Schlaganfall und Herzattacken. Außerdem hält es die Arterien-Innenwände glatt und verhindert die Ablagerung von Cholesterin oder anderen Substanzen.

6. Vitamin C verbessert das Bindegewebe. Das Allroundtalent verschweißt Eiweiß und weitere Substanzen zu Kollagenfasern und kräftigt auf diese Weise das Bindegewebe. Kollagen sorgt für die Elastizität der Haut, von Bändern, Sehnen und Blutgefäßen aber auch für die Festigkeit und Stabilität von Zähnen und Knochen. Da Narbengewebe ebenfalls aus Kollagen besteht, ist Vitamin C auch für die Wundheilung von grundlegender Bedeutung.

6. Vitamin C und E vermindern die Schädlichkeit der Antibabypille. Dies belegt eine iranische Studie. Demnach hat die Pille nicht zu unterschätzende Nebenwirkungen, die die Gefahr für zahlreiche Erkrankungen erhöhen, und zwar durch verstärkten oxidativen Stress. Die antioxidativ arbeitenden Vitamine C und E wirken dem entgegen.

7. Vitamin C hilft bei der Gewichtsreduktion. Dies hat man bereits in den 50-er und 60-er Jahren des vergangenen Jahrhunderts festgestellt. Doch wurde diese Tatsache lange Zeit angezweifelt. Nun fanden Forscher aber heraus, dass Menschen mit geringer Konzentration von Vitamin C im Blut um 25 % weniger Fett verbrannten als Menschen, dessen Blut einen hohen Vitamin C-Spiegel aufwiesen. Carnitin benötigt unser Körper für die Oxidation von Fettsäuren und Vitamin C ist an der Carnitin-Synthese beteiligt.

8. Vitamin C, der Alleskönner regt außerdem die Fettverbrennung in der Muskulatur an, steigert die Reaktionsfähigkeit, die Konzentration, erhöht die Entspannung und sorgt für positive Stimmung.

Was bewirkt ein Vitamin C-Mangel?

Ein Vitamin C-Mangel kann vielerlei Auswirkungen haben. Letztendlich macht er sich im gesamten Körper bemerkbar. Gelenk- und Gliederschmerzen können auftreten. Schwäche und Müdigkeit gefolgt von Leistungsminderung lassen nicht lange auf sich warten. Die Folge sind oft Depressionen. Eine chronische Lungenschädigung kann eintreten durch das Überschwappen der freien Radikale, was nachhaltig den Sauerstoffaustausch stört. Die Zähne können sich lockern, die allgemeine Infektanfälligkeit erhöht sich. Wunden heilen schlechter, Blutungen von Zahnfleisch, Haut und Schleimhäuten können auftreten, die Haut kann rau, trocken, schuppig und braun werden. Der Körper gerät, ganz allgemein gesprochen, aus dem Gleichgewicht und wird beliebtes Ziel für allerlei Krankheiten.

Natürliche Vorkommen von Vitamin C

Der menschliche Organismus kann Vitamin C nicht selbst herstellen. Daher muss es über die Nahrung zugeführt werden. Die besten Vitamin C-Quellen sind frisches Obst und Gemüse. Der rohe Verzehr von Obst und Gemüse ist immer am besten. Da sowohl bei der Lagerung, als auch beim Erhitzen von Lebensmitteln nicht unerhebliche Mengen an Vitamin C verloren gehen. Enthalten ist das Wunder-Vitamin in folgenden Obstsorten am meisten:

  • Acerolabeeren
  • Hagebutten
  • Goji Beeren (auch Bockdornfrucht, Wolfsbeere oder Glücksbeere, deren Heimat in China und der Mongolei liegt; sie ist dort seit vielen Jahrtausenden fester Bestandteil der Traditionellen Chinesischen Medizin)
  • Sanddornbeeren
  • Schwarze Johannisbeeren
  • Orangen, Zitronen, Grapefruit
  • Kiwi
  • Mango
  • Papaya
  • Ananas

Gemüsesorten, die reichlich Vitamin C enthalten:

  • Petersilie
  • Kresse
  • Alfalfa-Sprossen
  • Grün-, Rosen-, Blumenkohl
  • Broccoli
  • Paprika, gelb
  • rohes Sauerkraut
  • grüne Bohnen und Erbsen
  • Kartoffeln

Je reifer eine Pflanze ist, umso höher liegt auch ihr Vitamin C-Gehalt. Es ist an die Bioflavonoide Hesperidin und Rutin gebunden, deren Funktion u. a. ein natürlicher Säurepuffer ist und somit das Vitamin C trotz des hohen Säuregehaltes für den Körper gut verträglich macht. Sie erhöhen ebenfalls die Vitamin C-Aufnahme im Körper um ein Vielfaches.

Die Acerola-Kirsche Nummer 1 der Vitamin C-Spender

Sie macht neuerdings von sich reden und sollte eigentlich in aller Munde sein: die Acerola. Ihren Ursprung hat die Steinfrucht in den Tropen Südamerikas, vermutlich auf der mexikanischen Halbinsel Jukatan. Der genügsame Acerola-Baum gedeiht sowohl in feuchten Schluchten, an Flussufern und an Straßenrändern, als auch in Gebieten mit trockenem Kalkstein oder an felsigen Berghängen.

Orangen haben einen Vitamin C-Gehalt von 45 mg/100 g, Erdbeeren 55 mg/100 g und Kiwis 92,7 mg/100 g. Die Acerola kleckert nicht, sie klotzt, und zwar gleich vierstellig. Unvorstellbar, denn sie punktet mit 1.700 mg auf 100 g Frucht. Damit liegt sie auf Platz 1, denn kein Lebensmittel enthält so viel des wertvollen Vitamins. Außerdem liefert die Acerola noch das Provitamin A, Vitamin B1 und Vitamin B2 (die beiden B-Vitamine spielen eine wichtige Rolle im Energiestoffwechsel).

Optisch sieht die Acerola-Kirsche zwar aus wie eine Kirsche, aber das ist auch schon die einzige Gemeinsamkeit. Zur Regenzeit trägt der Acerola-Baum pinkfarbene oder weiße Blüten, die Frucht selbst gedeiht schnell, denn für ihr Wachstum benötigt sie nur 25 Tage, dann ist sie reif. Die Ernte erfolgt bis zu vier Mal jährlich. Das Fruchtfleisch ist sehr saftig, da es zu mehr als 80 % aus Flüssigkeit besteht. Angeordnet ist es in drei Segmenten, in jedem ist ein Kern zu finden. Die Haut der Acerola ist glänzend, sehr dünn, glatt und empfindlich. Daher kann man sie frisch höchstens in den Anbaugebieten kaufen, die frischen Früchte sind leider nicht transportfähig. Sie verderben bereits drei bis fünf Tage nach der Ernte, weshalb die Acerola-Kirsche bei uns nur in Form von Saft oder Trockenfrüchten erhältlich ist. Geschmacklich ist die Vitamin C-Bombe eher säuerlich.

Natürliches Vitamin C als Nahrungsergänzung

Vitamin C als Nahrungsergänzung gibt es in vielfacher Form. Die bekannteste ist sicherlich die Ascorbinsäure. Doch davon sei abgeraten, denn das Vitamin C wird vom menschlichen Körper am besten im Zusammenspiel mit anderen Stoffen aufgenommen. Dies ist bei der Einnahme von Ascorbinsäure nicht gegeben. Isoliert konsumiert ist es eher kontraproduktiv. Diese Säure wirkt auch sehr aggressiv auf die Schleimhäute im Verdauungssystem. Der Körper kann dann nur versuchen, die Säure abzufpuffern und stellt dazu eigene Mineralien zur Verfügung, was langfristig zu einer gefährlichen Entmineralisierung führen kann. Wer aber dennoch Ascorbinsäure als des Rätsels Lösung nutzen will, sollte darauf achten, dass es ein Calcium- oder Natriumascorbat ist oder es gleich als Kapsel einnehmen, die sich erst im Dünndarm auflöst. Unser Körper kann Vitamin C nicht speichern, ein Zu viel wird über den Urin ausgeschwemmt.

Viele Menschen mögen weder Obst, noch Gemüse. Für sie und all diejenigen, die einen Mangel an Vitamin C aufweisen kann eine Nahrungsergänzung von Vitamin C in natürlicher Form sinnvoll sein. Eine Möglichkeit sind Vitamintaler aus der Acerola-Kirsche oder das Trinken von Sanddornsaft. Beide enthalten reichlich Vitamin C. Ebenbürtig ist auch Sauerkrautsaft. Der zudem noch Acetylcholin enthält, das für das zentrale Nervensystem eine wichtige Funktion besitzt. Weiterhin gibt es Vitamin C-Kapseln natürlichen Ursprungs. Auch sie sind eine gute Alternative zur Behebung eines Vitamin C-Mangels. Die beste Möglichkeit für einen ausgeglichenen Nährstoffhaushalt zu sorgen. Jedoch ist eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung, die alle Aspekte umfasst. Einseitigkeit kann zu vielerlei Mangelerscheinungen und Krankheiten führen.

Synthetisches Vitamin C

Wie bereits in der Einleitung erwähnt, kann eine Überdosierung von künstlichem Vitamin C auch schädlich sein. Viel hilft nicht immer viel.

Vitamin C ist ein wasserlösliches Vitamin. Der Überschuss wird im Normalfall mit dem Urin wieder ausgeschieden. Echte Überdosierungen sind daher eher selten. Gerade im Herbst und Winter empfiehlt die Werbung aber oft die Einnahme von hohen Dosen Vitamin C, um Erkältungs- und Grippeerkrankungen vorzubeugen. Die Ausscheidungsorgane können mit synthetischem Vitamin C jedoch schnell überfordert sein, die Folge sind Übelkeit, Bauchkrämpfe und Durchfall. Wem das noch nicht reicht, den schockt vielleicht die Nachricht, dass gerade bei Patienten, die mit Nierenproblemen zu kämpfen haben oder zu Gicht neigen, Nierensteine durch ein Überangebot an Vitamin C geradezu vorprogrammiert sind.

Wer jedoch Vitamin C mittels Obst und Gemüse in natürlicher Form zu sich nimmt oder sich mit Nahrungsergänzungsmitteln natürlichen Ursprungs behilft, ist in der Regel auf der sicheren Seite.

Die Bioverfügbarkeit von Vitamin C

Für diejenigen, die nicht wissen was das Wort „Bioverfügbarkeit“ bedeutet, sei an dieser Stelle der Begriff kurz erklärt. Beim Verdauungsvorgang, der bereits im Mund beginnt, werden die in einer Speise oder einem Getränk enthaltenen Nährstoffe heraus gelöst und gelangen ins Blut, werden ihren jeweiligen Zielgeweben zugeführt. Die Nährstoffe unterscheiden sich jedoch und können nicht in einem einheitlichen Maß verwertet werden, das nennt man Bioverfügbarkeit. Das Wissen über die Bioverfügbarkeit ist nützlich beim Erstellen von Speiseplänen oder für die Formulierung von adäquaten Zufuhrempfehlungen.

Veränderungen in der Bioverfügbarkeit von Nährstoffen ergeben sich in den folgenden Bereichen:

  • bei der Freisetzung eines Nährstoffes aus der chemisch-physikalischen Nahrungsmatrix (beim Essen)
  • Wirkung der verschiedenen Verdauungsenzyme im Magen-Darm-Trakt
  • Absorption (Darmschleimhaut)
  • Transport durch die Darmwand, in den Blutkreislauf oder das Lymphsystem
  • systematische Verteilung
  • Einlagerung von Nährstoffen im Körper
  • metabolische (den Stoffwechsel betreffend) oder funktionelle Verwendung
  • Ausscheidung mit dem Stuhl oder über den Harn

Synthetisches Vitamin C zieht bei Bioverfügbarkeit den Kürzeren

Auf den Punkt gebracht bedeutet Bioverfügbarkeit der Anteil eines Nährstoffes, der aus der Nahrung absorbiert (aufgenommen) und dem Körper für seine normale Funktionsfähigkeit zugeführt wird. Sie wird durch in- bzw. externe Faktoren beeinflusst. Externe Faktoren sind die Matrix eines Lebensmittels (die physische Beschaffenheit, aber auch die chemische Struktur eines bestimmten Nährstoffs). Ausschlaggebend sind aber auch interne Faktoren, wie Geschlecht, Alter, Ernährungszustand und Lebensphase eines Menschen (wie z. B. Schwangerschaft, Krankheit). Diese Aspekte entscheiden mit darüber, ob und in welchem Maß ein Nährstoff real verwertet oder gespeichert bzw. ausgeschieden wird. Daher beschränken sich die Definitionen der Bioverfügbarkeit ausschließlich auf den Anteil eines Nährstoffes, der absorbiert wird.

Kohlenhydrate, Proteine und Fette – die Makronährstoffe – haben in der Regel eine Bioverfügbarkeit von mehr als 90 % der aufgenommenen Menge. Bei Mikronährstoffen, d. h. bei Vitaminen und Mineralstoffen liegen die Zahlen viel niedriger und die Anteile können erheblich schwanken.

Vitamine und Mineralstoffe helfen, den Wert anderer Stoffen zu erhöhen. Diesen Prozess bezeichnet man als „Fortifikation“. Die natürlich gebildeten Symbiosen helfen, die Bioverfügbarkeit bestimmter Stoffe zu erhöhen. Im Falle von Vitamin C wird z. B. Eisen, das in den Darmwänden gelagert ist, dort heraus gelöst und dem Blutkreislauf zugeführt. Das verbessert die Sauerstoffversorgung im Organismus. Wer unter Eisenmangel leidet, benötigt auch mehr Vitamin C. Da Vitamin C für viele Stoffwechselvorgänge gebraucht wird, ist das Zusammenspiel vielfältig.

Dosierung von Vitamin C

Eine Brausetablette oder Depotkapsel mit 1.000 mg natürliches Vitamin C wird vom menschlichen Körper nur zu ca. 20 % absorbiert. D. h. der Organismus nimmt 200 mg auf, 800 mg werden über den Urin ausgeschieden. Daher ist die Bioverfügbarkeit herkömmlicher Vitamin C-Präparate stark eingeschränkt. Diverse Erkrankungen erfordern allerdings Gaben von bis zu 50.000 mg (50 g) täglich, manche sogar bis zu 200.000 mg (200 g) pro Tag. Dies sind keine Dosierungen, die für die tägliche normale Nahrungsaufnahme geeignet sind, die Rede ist von Megadosierungen zur Behandlung von Krankheiten. Um eine bessere Bioverfügbarkeit zu erhalten, können solche Mengen nur intravenös oder über liposomales Vitamin C (Lipo C). D. h. eine Art verkapseltes hoch dosiertes Vitamin C, verabreicht werden das vom Körper gut aufgenommen wird. Die Bioverfügbarkeit erhöht sich um das fünf- bis 15-fache. Nebenwirkungen ergeben sich bei der Gabe nicht.

Raucher und stark gestresste Menschen benötigen höhere Vitamin C-Dosierungen. Zum Vergleich: ein Nichtraucher sollte 1.000 – 3.000 mg Vitamin C täglich zuführen, ein Raucher oder eine gestresste Person dagegen benötigt ca. 2.000 – 4.000 mg täglich. Erkältungen und andere Infektionskrankheiten erfordern die Gabe von 3.000 – 15.000 mg pro Tag, Herzkrankheiten und Arteriosklerose 10.000 – 50.000 mg pro Tag und Krebs 50.000 – 200.000 mg täglich. Für die perfekte Bioverfügbarkeit eignet sich am besten liposomales Vitamin C. Zum einen liegt der Vitamin C-Wert höher, als der des intravenös zugeführten Vitamins. Zum anderen spart es Zeit, da es einfach und schnell als Kapsel eingenommen werden kann und ist erheblich billiger. Da erst in den Zellen das Liposom aufgespalten wird und die Ascorbinsäure direkt vor Ort seine Wirkung entfaltet, entstehen keine Darmbeschwerden. Die Bioverfügbarkeit von liposomalem Vitamin C liegt in der Regel bei mindestens 80 %.

Wunderwaffe Vitamin C im Kampf gegen Krebs

Seit langem ist bekannt, das natürliches Vitamin C vor Krebs schützen kann, doch das Wie war bisher weitgehend unerforscht. Bisher konnte lediglich nachgewiesen werden, dass Körperzellen im Zusammenspiel mit Vitamin C gesünder und leistungsfähiger bleiben. Neuseeländischen Forschern gelang nun der Durchbruch um das Wissen, warum natürliches Vitamin C das Wachstum von Tumorzellen hemmen kann. Tumorgewebe nimmt im Vergleich zu gesundem Gewebe deutlich weniger Vitamin C auf. Auffallend ist, dass entartetes Gewebe mit geringem Vitamin C-Gehalt eine größere Menge HIF-1 (Hypoxie-induzierter Faktor; Hypoxie = Sauerstoffmangel) aufweist, welches ein Protein ist, das die Sauerstoffversorgung der Zelle reguliert. Dieses Protein hilft jeder an Sauerstoffmangel leidenden Zelle dabei zu überleben, unabhängig davon, ob es sich um gesundes oder entartetes Gewebe handelt.

HIF-1 hilft Zellen dabei, Zucker ohne Sauerstoffzufuhr in Energie umzuwandeln. Außerdem fördert es das Wachstum von neuen Blutgefäßen rund um den entstehenden Tumor, um die Versorgung von Zellen zu optimieren (es weiß ja nicht, dass es sich um bösartige Zellen handelt). Hier kommt Vitamin C neben weiteren Antioxidantien ins Spiel, denn es kann die freien Radikale abfangen und eliminieren, bevor sie das HIF-1-Protein aktivieren. Die Krebszellen geraten in einen Versorgungsengpass und können nicht weiterwachsen. Die Menge des Proteins HIF-1 schwindet mit zunehmender Vitamin C-Konzentration. Nach Aussage der Forschung könnte Vitamin C sogar die Entstehung solider Tumoren verhindern.

Studien zu natürlichem Vitamin C

Weitere Studien belegen, dass sich Brustkrebszellen ohne die Zugabe von Mikronährstoffen ungehindert ausbreiten können. Mit Zugabe von natürliches Vitamin C verringerte sich die Ausbreitung der entarteten Zellen um 36 %, eine Ergänzung mit Prolin (einer Aminosäure) hemmte die Ausbreitung um 47 %. Als man noch Lysin (ebenfalls eine Aminosäure) dazu gab, reduzierte sich die Ausbreitung um 67 %, also 2/3.

Im Kampf gegen Brustkrebs wird natürliches Vitamin C mit Grüntee-Extrakten sowie den Aminosäuren Lysin, Prolin und Arginin ergänzt. Diese Kombination war bereits in mittlerer und höherer Konzentration fähig, die Produktion kollagenverdauender Enzyme und die Ausbreitung der Brustkrebszellen nahezu vollständig zu blockieren.

Heute liefert uns die Wissenschaft immer mehr Beweise, welche positiven Auswirkungen das natürliche Vitamin C auf unseren Körper hat. Neuere Forschungen haben nahe gelegt, dass natürlichesVitamin C das Wachstum von Krebszellen stoppen kann. (Link zur Studie: http://www.dr-rath-gesundheitsallianz.org/forschung/wiss_studien.html)

Die Ergebnisse der Studien lassen optimistisch in die Zukunft blicken, wenn es um den Kampf gegen Krebs geht.

Was man wissen muss

Eine Studie über Behandlung von Tumorzellen mittels Vitamin C warnt vor einem Konsum des Vitamins im Zusammenhang mit Fett, da Fett in Verbindung mit Vitamin C zur Entstehung von krebserregenden Substanzen führen soll. Die entsprechende Studie sagt allerdings nichts über die Art des Fettes aus (z. B. ob es sich um industriell verarbeitete Fette handelt). Daher sollte man sicherheitshalber darauf achten, Vitamin C-haltige Lebensmittel oder synthetisches Vitamin C nicht mit Sahne oder fettiger Mayonnaise zu verzehren.

Fazit

Spätestens jetzt sollten alle Ernährungsmuffel, die am liebsten nur das essen, wonach ihnen gerade zumute ist, aufhorchen und ihr Essverhalten überdenken. Unser Körper funktioniert wie ein fein abgestimmtes Uhrwerk. Doch dafür benötigt er viele wichtige Stoffe, die wir mittels gesunder Ernährung zuführen können. Natürliches Vitamin C ist einer der wichtigsten Nährstoffe überhaupt und funktioniert im Zusammenspiel mit anderen Stoffen. Enthalten wir unserem Körper Natürliches Vitamin C vor, wird er früher oder später mit Mangelerscheinungen und Krankheit reagieren. Die Industrie ist nicht an der Gesundheit der Verbraucher interessiert, sondern an vollen Kassen. Daher werden fertig verarbeitete und einfach zuzubereitende Lebensmittel angeboten, die der Gesundheit ernsthaften Schaden zufügen können. Wer Wert auf gesunde Ernährung legt, greift auf unverarbeitete Produkte zurück.

Dauerhaft und unkontrollierte hohe Dosen von synthetischem Vitamin C schaden dem Organismus aber eher, als dass sie ihm nützlich sind. Raucher und gestresste oder kranke Menschen haben einen höheren Bedarf an natürlichem Vitamin C.

Mit all diesem Wissen ist es möglich, verschiedenen Erkrankungen, auch der nächsten Grippe vorzubeugen. Denn Bewusstsein schafft Aufmerksamkeit. Kluge Eltern geben ihr Wissen an ihre Kinder weiter und damit die Chance auf ein gesundes Leben.

Natürliches Vitamin C ist basisch und unterstützt den Körper zu entgiften. Ist der Körper gut entgiftet und versorgt mit einer basischen Ernährung haben Krankheiten zum Beispiel Krebs keine Chance. Es ist ratsam natürliches Vitamin C zur Unterstützung bei einer Heilung nach oder während einer Chemotherapie einzunehmen.

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